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Die erste Generation

(entnommen aus "Kultur und Gewerbe" vom März 1975)

„Der Landsturm" - der letzte Haufen?

„Das ist doch ein ganz arrogantes Pack, Stänkerer, Wichtigtuer, Angeber, größenwahn-sinnige Möchte-gerne-Stars. Die sind ja noch eingebildeter als die ..." So sehen sie sich selbst. Und was sagen wir? Auf den „letzten Haufen„ möchte der nicht mehr verzichten, der den Landsturm kennt.

Es begann vor 6 Jahren. Beim Empfang des Prinzenpaares durch die Stadt kommentieren sie die Lokalpolitik, spotten über Bürgermeister, Ratsherren, Stadtdirektor und so manchen der geladenen Gäste. Die Lacher haben sie immer auf ihrer Seite. Ja, es ist jetzt so, daß der Landsturm eigentlich Hauptakteur und Anziehungspunkt dieser städtischen, geschlossenen Veranstaltung ist. Erstmals im vergangenen Karneval trat der Landsturm öffentlich auf. Da konnten die Rheinbacher Jecken in der Stadthalle hören, was der Landsturm ihrem Rat, ihrer Verwaltung, den Politikern und so manchem Bürger zu sagen hatte. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg.

Wer steckt unter der Landsturmmütze? Spaßmacher von Beruf? Ein Verein, mit Satzung und so? Ach wo, nichts von alledem! Elf gestandene Männer, ganz solide Bürger, frei und unbescholten. Vom 11. im 11. bis Karneval treffen sie sich wöchentlich bei Bier und guter Laune und denken sich ihre Späße aus, zu unserer und ihrer eigenen Freude.

Fritz Berg

Jahrgang 1934 verh., 4 Kinder
Glasveredler, mit seiner Werkstatt auf der Hauptstraße

„Dä Glasprofessor" veredelt von berufs­wegen Glas zu kostbaren Gebilden. Viel tat und tut er für das Glasmuseum und das Ansehen unserer Stadt als „Glasstadt". Im Messeverein ist er Vorstandsmitglied. Damen der Bonner Politiker gehen bei ihm ein und aus, bewundern und kaufen seine Werke. Die „Blöser" sagen, der Bergs Fritz sei ein „Rheinischer Wunderknabe"; wir meinen, ein „Rheinbacher Grielächer".

Ferdinand Grohs

Jahrgang 1924 verh., 3 Kinder
Versicherungskaufmann, mit seinem Büro auf der Gymnasiumsstraße

„Dä Ferd, dä kann en Nonn aus em Kloster klafe". Ja, reden muß man können, bei dem Beruf, sonst lassen sich die Leute nicht versichern. Von seinem Privatleben ist zu sagen: Er ist ein Liebhaber von Antiquitäten und ein aktiver Schützenbruder. Im Kirchenvorstand und im Kuratorium des Krankenhauses ist er tätig.

Hermann-Josef Hausmann

Jahrgang 1930 verh., 1 Kind
Inhaber der Jakob Schmitz KG
Vor dem Dreeser Tor

„Ene usjedragene Efeler". Der hät erst met 14 Dag de Oge opkrege, ever jetzt hät er se op, der „Neckermann von Rheinbach". Seit 23 Jahren wohnt er in Rheinbach und fühlt sich hier zu Hause. Wo findet man den noch? Im Gewerbeverein, im Messe­verein (als Vorsitzenden), im Kegelclub, dann geht er angeln und beschäftigt sich mit seinem Aquarium.

Franz Hendricks

Jahrgang 1939 verh., 2 Kinder
Lehrer an der hiesigen
Albert Schweitzer Sonderschule

„Schweinchen Dick" dat Dorfschulmeisterlein, will dä weg von Rheinbach? Dat glöve mir net. Die Kinner sin fruh, dat se ihn han. Er ist ja auch noch nebenamtlicher Leiter der Sprach-schulambulanz Swisttal, da braucht er nicht nach einer dritten Schule Ausschau zu halten. Und womit beschäftigt er sich in seiner Freizeit? Mit Musik und Malen.

Klaus Isopp

Jahrgang 1928 verh., 2 Kinder
Rechtspfleger am Amtsgericht in Rheinbach

„Korinthenkacker und Nöttelefönes" und der „längste" Landsturmmann, nämlich 1,87 m groß. Dem sing Zung es jo esu schärf, dat er sich laufend en de egene Finger schneck. Er ist auch mehr Kabarettist als Karnevalist; der „singende Drehorgelmann" bringt spitz und fein die Schwächen der lieben Mitmenschen zum Vorschein. Aber er tut auch noch etwas anderes, nämlich als Mitglied des Kirchenvorstandes. Und dann kegelt er gern und trinkt mal ein Bierchen. Letzteres meint er, sei kein Hobby, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Peter Lenartowski

Jahrgang 1940 verh., 1 Kind
Kunstglaser bei Glasbau Müller in Rheinbach

In der Freizeit Kabinettscheibchen Künstler.
„Dä Sonnyboy" der Landsturmmänner. Nach einem fröhlichen Junggesellenleben, das ihn so oft und gern in die Wirtschaft trieb, ist er glücklich im Hafen der Ehe gelandet. Jetzt ist die Familie sein Hobby. Mehr braucht er nicht, außer natürlich den Landsturm.

Peter Linn

Jahrgang 1921 verh., 1 Kind
Leiter der Hausverwaltung beim Haus- und Grundeigentümerverein Bonn

»Die Knollenaß", der Doppelgänger vom Franzl Strauß, das aber nur äußerlich. Er ist der Senior und Zensor im Landsturm. Sein Wahlspruch ist: „Allen wohl und niemand wehe". Seine Hobbys sind Angeln, Fußball und der Karneval. In der Bevölkerung ist er als Prinz Peter VI aus dem Jahre 1967 und energischer Adjutant mehrerer Prinzen in Erinnerung.

Franz Mostert

Jahrgang 1925 led., Kinder nicht bekannt
Hauderer (Pferde-Taxi) und Reitlehrer

Als der Fotograf kam, war er nicht da, und zum Interview war er auch nicht aufzutreiben. Aber die anderen Landsturmmänner wußten was von ihm Man sagt, als Verehrer schöner Frauen sei er der Don Juan von Rheinbach gewesen. Sein früherer Beruf war Blumenhändler, jedoch die Liebe zu Pferden war wohl größer; und nun betreibt er die „Stadthauderei" in Rheinbach, aber auch in Bonn und Neuenahr. Dunja Rajter fuhr schon mit ihm. Wer weiß, mit wem er jetzt gerade unterwegs ist!

Bernd Schmitz

Jahrgang 1927 verh., 2 Kinder
Fernmelde-Oberamtmann

 "Familienmuffel" und doch immer unterwegs. Zu Hause hat er zwei Pferde und einen Mini, Hund, Katzen, Vögel sowie Fische. Er strickt aus Leidenschaft und kleidet so die ganze Familie: Draußen: Er ist der Organisator des Karnevalsdienstagszuges. Im Vorstand des Eifel­vereins ist er der Kassierer und fasst zu, wo es nötig ist. Bei diesem Talent sollte die Organisation des Landsturms nicht klappen?



Willi Schneider

Jahrgang 1926 verh., 1 Kind
Steuerberater mit seinem Büro in der Weiherstraße

„Sing Heimat is der Beichtstuhl vom Herbi" (Martinsklause). Dann ist er im Schützenverein, im Sportverein, im Turnverein, im Junggesellenverein,  im Gesangverein und im Landsturm. Do kann mer nur noch froge, wann dät dä ärbede?

Paul Wüst

Jahrgang 1930 verh., 2 Kinder
Vertriebsbeauftragter der Firma National-Re­gistrierkasse GmbH

,,Dä Gesangsvereins-Meyer". Als kleiner Junge kam er von der holländischen Grenze nach hier, ist aber inzwischen ein echter Rheinbacher geworden. Seine Freizeit gehört dem Schützenverein und dem Männergesangverein 1846, dessen Vorsitzender er ist. Außerdem kegelt er gerne. Karneval ist nach seinen Worten schwere Arbeit und nicht nur Vergnügen, aber das glauben wir nicht, denn er ist mit Begeisterung Landsturmmann.

 

 

 


 

 

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